Ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag? Top 5

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Haben die Geschäfte an Mariä Himmelfahrt geöffnet? Das hängt allein von deinem Wohnort ab. Nur im Saarland und in den katholisch geprägten Gemeinden Bayerns ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag – dort bleiben Supermärkte, Discounter, Drogerien und der Einzelhandel den ganzen Tag geschlossen, genau wie an einem Sonntag. In den übrigen 14 Bundesländern haben die Läden dagegen ganz normal zu ihren üblichen Werktagszeiten geöffnet, meist von rund 7 bis 20 Uhr.

Selbst dort, wo geschlossen ist, gibt es Ausnahmen: Tankstellen-Shops, Bäckereien (oft mit verkürzten Vormittagszeiten von etwa 7 bis 11 Uhr), Kioske, Geschäfte in Bahnhöfen und an Flughäfen sowie Apotheken im Notdienst dürfen auch am Feiertag verkaufen. Und der Onlinehandel läuft ohnehin an 365 Tagen – bestellen kannst du also jederzeit. In diesem Beitrag erklären wir dir genau, wo am 15. August die Rollläden unten bleiben, wo du einkaufen kannst und was du sonst noch zu diesem Marienfest wissen solltest.

Haben Geschäfte an Mariä Himmelfahrt offen?

Ob die Geschäfte offen haben, richtet sich nach dem Ladenschlussrecht des jeweiligen Bundeslandes. Und dieses greift immer dann, wenn der Tag als gesetzlicher Feiertag gilt. Ist Mariä Himmelfahrt bei dir ein Feiertag, gilt Ladenschluss wie am Sonntag – der komplette Einzelhandel bleibt geschlossen.

Konkret betrifft das nur zwei Regionen: das gesamte Saarland und rund 1.700 der etwa 2.056 Gemeinden Bayerns. In allen anderen Bundesländern – von Nordrhein-Westfalen über Berlin bis Sachsen – ist der 15. August ein normaler Werktag. Dort öffnen Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, dm, Rossmann und Co. zu den gewohnten Zeiten.

Praktisch heißt das: Wohnst du in einem Feiertags-Gebiet und brauchst noch etwas, kaufe am 14. August vor. Wer erst am Feiertag merkt, dass etwas fehlt, findet in Tankstellen-Shops meist Grundnahrungsmittel – allerdings zu spürbar höheren Preisen als im Supermarkt.

Haben die Geschäfte an Mariä Himmelfahrt geöffnet – wo genau öffnet was?

Weil Mariä Himmelfahrt nur regional Feiertag ist, entsteht gerade an Landesgrenzen eine kuriose Situation. In Bayern entscheidet sogar jede einzelne Gemeinde: Überwiegt die katholische Bevölkerung, ist geschlossen; ist der Ort evangelisch geprägt, bleibt der Einzelhandel offen. Nachbarorte können sich also unterschiedlich verhalten.

So kannst du dich orientieren:

  • Saarland: Alle Geschäfte geschlossen. Fahre notfalls über die Grenze nach Rheinland-Pfalz – dort ist normaler Werktag mit geöffneten Läden.
  • Katholische Gemeinden in Bayern: Geschlossen. Im evangelisch geprägten Nachbarort haben die Läden dagegen oft ganz normal offen.
  • Alle übrigen 14 Bundesländer: Regulär geöffnet, meist 7 bis 20 Uhr, samstags teils bis 22 Uhr.

Immer geöffnet – auch in den Feiertags-Regionen – sind dagegen typischerweise Tankstellen, Bäckereien mit verkürzten Zeiten, Bahnhofs- und Flughafengeschäfte, Kioske sowie Apotheken im Notdienst. Restaurants, Cafés und Ausflugslokale profitieren am Feiertag sogar oft von zusätzlichem Andrang. Ein verbindliches Verzeichnis nach Bundesland bietet das Portal der Bundesregierung. Pendler sollten außerdem beachten, dass Bus und Bahn im Feiertags-Gebiet häufig nach Sonn- und Feiertagsfahrplan verkehren.

Ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland?

Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an. Mariä Himmelfahrt am 15. August ist kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. In Deutschland regeln die einzelnen Bundesländer selbst, welche kirchlichen Feste als arbeitsfreie Tage gelten.

Konkret ist Mariä Himmelfahrt nur im Saarland sowie in überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns ein gesetzlicher Feiertag. In Bayern betrifft das rund 1.700 der etwa 2.056 Gemeinden – abhängig davon, ob die katholische oder evangelische Bevölkerung überwiegt.

In allen übrigen 14 Bundesländern bleibt der 15. August ein ganz normaler Werktag. Wer also in Berlin, Hamburg oder Nordrhein-Westfalen wohnt, geht ganz regulär zur Arbeit oder zur Schule.

Warum ist Mariä Himmelfahrt nur regional frei?

Der Grund liegt im deutschen Föderalismus. Nach dem Grundgesetz sind die Länder für die Feiertagsregelung zuständig. Da Mariä Himmelfahrt ein rein katholisches Hochfest ist, wird es vor allem dort begangen, wo die katholische Tradition stark verwurzelt ist.

Das Saarland ist das einzige Bundesland, in dem der Feiertag flächendeckend gilt. In Bayern entscheidet dagegen die konfessionelle Zusammensetzung jeder einzelnen Gemeinde. Diese kleinteilige Regelung ist in Deutschland einzigartig. Weitere Details zur Herkunft und Bedeutung findest du in unserem Beitrag mariä himmelfahrt bedeutung feiertag.

Was bedeutet Mariä Himmelfahrt eigentlich?

Mariä Himmelfahrt, auch Mariä Aufnahme in den Himmel genannt, feiert die leibliche Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel. Das Fest gehört zu den ältesten und bedeutendsten Marienfesten der katholischen Kirche.

Papst Pius XII. erhob die leibliche Aufnahme Mariens 1950 offiziell zum Dogma. Das Fest selbst wird allerdings bereits seit dem 5. Jahrhundert gefeiert und hat somit eine über 1.500 Jahre alte Tradition.

Wer sich für die theologischen Hintergründe interessiert, findet weiterführende Informationen in der Wikipedia zu Mariä Aufnahme in den Himmel.

Die religiöse Marienfrömmigkeit

Die Marienverehrung nimmt in der katholischen Kirche einen besonderen Stellenwert ein. Maria gilt als Fürsprecherin und Vorbild des Glaubens. Am 15. August drückt sich diese Frömmigkeit in Wallfahrten, Prozessionen und feierlichen Gottesdiensten aus.

Besonders in ländlichen katholischen Regionen ist die Verbindung zwischen Volksfrömmigkeit und Natur spürbar – etwa in der jahrhundertealten Tradition der Kräuterweihe.

Die schönsten Bräuche zu Mariä Himmelfahrt

Rund um dieses Fest haben sich zahlreiche lebendige Traditionen erhalten. Sie machen den 15. August auch für Menschen ohne freien Tag zu einem besonderen Datum.

1. Die Kräuterweihe

Der bekannteste Brauch ist die Segnung von Kräuterbüscheln. Gläubige binden sieben, neun oder mehr verschiedene Heilkräuter zu einem Strauß und lassen ihn in der Kirche weihen. Die Zahl der Kräuter hat dabei symbolische Bedeutung.

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Typische Kräuter sind Beifuß, Kamille, Schafgarbe, Johanniskraut und Königskerze. Die geweihten Büschel sollen Haus und Hof vor Unheil schützen. Den Zeitraum vom 15. August bis 15. September nennt man auch den „Frauendreißiger“.

2. Wallfahrten und Prozessionen

An vielen Marienwallfahrtsorten strömen am 15. August tausende Pilger zusammen. Bekannte Ziele sind Altötting in Bayern oder Kevelaer am Niederrhein.

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3. Feierliche Gottesdienste

In katholischen Gemeinden werden festliche Messen mit besonderem Blumenschmuck gefeiert. Sieben weitere spannende Traditionen stellen wir dir ausführlich in unserem Artikel Mariä Himmelfahrt Bedeutung Feiertag: 7 Top-Bräuche vor.

Auswirkungen für Arbeitnehmer und Geschäfte

Wenn Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag ist, gelten die üblichen arbeitsrechtlichen Regelungen: Arbeitnehmer haben in der Regel frei, und der Einzelhandel bleibt geschlossen. Für Arbeit am Feiertag steht vielen Beschäftigten in den betroffenen Regionen ein Zuschlag zu.

Besonders praktisch: Fällt der 15. August auf einen Werktag, entsteht in Bayern und im Saarland oft die Möglichkeit für ein verlängertes Wochenende. Wer clever Brückentage plant, kann sich hier freie Zeit sichern.

FAQ – Häufige Fragen zu Mariä Himmelfahrt

Haben Geschäfte an Mariä Himmelfahrt geöffnet?

Im Saarland und in den katholischen Gemeinden Bayerns bleiben Supermärkte und Einzelhandel geschlossen, da dort Feiertag ist. In den übrigen 14 Bundesländern haben die Läden regulär geöffnet. Ausnahmen wie Tankstellen-Shops, Bäckereien mit verkürzten Zeiten, Bahnhofs- und Flughafengeschäfte sowie Apotheken im Notdienst öffnen auch im Feiertags-Gebiet.

Ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag in ganz Bayern?

Nein. In Bayern ist Mariä Himmelfahrt nur in überwiegend katholischen Gemeinden ein gesetzlicher Feiertag. Das betrifft rund 1.700 von etwa 2.056 Gemeinden. In evangelisch geprägten Orten wird ganz normal gearbeitet und eingekauft.

In welchen Bundesländern ist Mariä Himmelfahrt frei?

Der 15. August ist ein gesetzlicher Feiertag im Saarland und in den katholisch geprägten Gemeinden Bayerns. In den anderen 14 Bundesländern ist er kein arbeitsfreier Tag.

Auf welches Datum fällt Mariä Himmelfahrt?

Mariä Himmelfahrt wird jedes Jahr am 15. August gefeiert. Das Datum ist fest und verschiebt sich nicht wie bei beweglichen Feiertagen.

Ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag in Österreich?

Ja. In Österreich ist Mariä Himmelfahrt landesweit ein gesetzlicher Feiertag. Anders als in Deutschland gilt die Regelung dort im gesamten Land einheitlich – Geschäfte bleiben entsprechend überall geschlossen.

Fazit

Ob die Geschäfte an Mariä Himmelfahrt offen haben, hängt allein von deinem Wohnort ab: Im Saarland und in den katholischen Gemeinden Bayerns bleibt der Einzelhandel am 15. August geschlossen, in allen anderen Bundesländern kannst du normal einkaufen. Wer im Feiertags-Gebiet wohnt, kauft am besten am 14. August vor oder nutzt Tankstellen, Bäckereien und den Onlinehandel. Unabhängig von der Einkaufsfrage lohnt es sich, die reiche Tradition dieses Marienfestes kennenzulernen – von der Kräuterweihe bis zur Wallfahrt.

Möchtest du tiefer in die Bräuche und die Bedeutung eintauchen? Dann lies jetzt unseren ausführlichen Beitrag Mariä Himmelfahrt Bedeutung Feiertag: 7 Top-Bräuche und entdecke, wie du dieses besondere Fest selbst erleben kannst!

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