Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war,
hat er meinen Namen genannt. (Jes 49, 1)

Taufe

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Im Sakrament der Taufe öffnet sich ihm das Tor zu einem erlösten Leben. Alle Schuld, die ihn von Gott trennt - wird von ihm genommen. Der Weg in die Vollendung beginnt. In der Taufe wird er wiedergeboren aus dem Wasser und dem Heiligen Geist. Der Mensch wird in der Tat neu geschaffen. Der getaufte wird Christ. Er empfängt einen neuen Geist. So kann er zu Gott Vater sagen und darf Christus seinen  Bruder nennen. Seine persönliche Glaubensgeschichte mit Jesus beginnt, sie wird eine Geschichte des Lebens sein.

Unser Bischof Walter Mixa  hat alle Pfarreien seiner Diözese gebeten, die Eltern und Paten zu einem ersten Taufgespräch über das Thema: „Wir wollen, dass unser Kind getauft wird.“ einzuladen und dabei über Taufe und Glaube selbst sich auszutauschen.
Einige Wochen später sollen dann Eltern und Paten erneut zu einem zweiten Taufgespräch zusammenkommen, dabei soll es unter dem Thema „Gemeinsam wollen wir die Taufe feiern“ mehr um Ablauf und Inhalt der Tauffeier gehen.
Nach der Tauffeier in einem gewissen zeitlichen Abstand folgt dann noch ein drittes Taufgespräch, in dem es u.a. um Fragen der religiösen Erziehung gehen kann.

Sein Kind taufen zu lassen, ist bei uns fast noch eine Selbstverständlichkeit. Das gehört einfach dazu. Gott sei Dank, könnte jemand sagen. Und recht hat er! Dennoch zeigt der Alltag, dass es ein eher mühsames Unternehmen ist, getauft sein, Christsein zu leben. Ob das nicht auch damit zusammenhängt, dass uns Christen zu wenig bewusst ist, welches Geschenk uns mit der Taufe und mit dem Christsein gegeben ist? Steht meist nicht so sehr die Freude als vielmehr die Last, ein Christ zu sein, im Vordergrund unseres Denkens?...
Solche Fragen ließen sich vermehren. Anders gesagt: Das Verlangen, getauft zu werden bzw. ein Kind taufen zu lassen, fordert eine bewusste Entscheidung. Es scheint somit für uns Christen höchst angebracht, intensiver über das Geschenk, ein Christ zu sein, nachzudenken. Dies soll im Blick auf die Taufe mit den Taufgesprächen in der Gruppe der (werdenden) Eltern geschehen. Es geht darum, besser zu verstehen und zu erfahren, welche Bedeutung die Taufe hat. In Gesprächsgruppen wird zuerst über den Weg des eigenen Christwerdens nachgedacht; es folgt ein gemeinsames Nachsinnen über die Tauffeier und die Bedeutung der Taufe für Kind und Eltern/Paten bzw. Patin; schließlich rückt die Praxis des christlichen Erziehens in den Blick. Auf diese Weise soll eine konkrete Unterstützung der christlichen Lebenspraxis in der Familie erreicht werden.

Wir haben uns in unserer Pfarreiengemeinschaft nun entschlossen, der Bitte unseres Bischofs zu folgen, und diese Taufgespräche in dieser Form ab dem Jahr 2007 verbindlich umzusetzen.

Die Teilnahme an den drei Taufgesprächen ist für alle Eltern, die ein Kind zur Taufe bringen, grundsätzlich verpflichtend. Wenn es Terminschwierigkeiten im Bezug auf ein Gespräch gibt, kann gerne auf das entsprechende folgende Taufgespräch ausgewichen werden. Daher wäre es auch vorteilhaft, wenn schon bald nach der Geburt des Kindes mit dem Pfarramt Kontakt aufgenommen würde.

Eingeladen, an den Taufgesprächen in der Elterngruppe teilzunehmen, sind werdende Eltern und Eltern von Neugeborenen, die ihr Kind taufen lassen wollen, sowie die Paten bzw. Patinnen der Kinder. Auch Großeltern und junge Eltern aus unserer Pfarrei sind herzlich willkommen.

Diese Veränderung mag manchem zunächst als zusätzliche Last erscheinen, diese Gespräche werden aber sicher vielen helfen können, ihrer Verantwortung für die Weitergabe des Glaubens an ihre Kinder besser gerecht zu werden.
So danke ich allen schon im Voraus für Ihr Verständnis und freue mich auf engagierte Gesprächsnachmittage bzw.- abende.