An die 100 Mitglieder des Chores Wegzeichen, der Jugendsinggruppe und des Kinderchores der Pfarrei Maria Himmelfahrt, Türkheim, sowie des Kirchenchores aus Stöttwang sangen, spielten und tanzten am Weißen Sonntag in der Pfarrkirche in Türkheim das österliche Emmausevangelium als biblisches Musical.

Den Kern bildete die Emmauskantate von Kathi Stimmer-Salzeder, die mit ihrem Einverständnis um einige Lieder anderer Komponisten wie Gregor Linßen u. a. und auch inhaltlich um ein gutes Stück erweitert worden war.

Die Besucher in der überfüllten Kirche wurden eingeladen, die österliche Botschaft der Maria Magdalena
(Conny Grimme) zu hören, mit Petrus (Franz Heiler) und Johannes (Johannes Rummel) in der Ahnung von etwas Unerhörtem zu stehen und sich mit den Emmausjüngern Kleopas (Werner Schilling) und Menas (Herbert Müller) auf den Weg zu machen, um schließlich Jesus (Diakon Gerhard Rummel) zu begegnen, ihn zu bitten: „Bleib doch bei uns!“ und ihn am Brotbrechen zu erkennen.

Der vielstimmige Chor und die begleitende Instrumentalgruppe brachte musikalisch zum Ausdruck, was die Menschen um Jesus und auch die Menschen der heutigen Zeit auf dem Weg des Glaubens bewegt:

„Was geht noch, wenn keiner versteht? –
Die Fragen, die Zweifel, die Ängste, den Kummer können wir teilen, ja, das geht!“

Und doch bleibt der Ruf des Menschen in der Not:
„Ist das zu glauben, ist das zu fassen, zu fühlen, ist das wirklich wahr?
Wer soll begreifen, was über alles hinausgeht, unvorstellbar!“

Und schließlich aber die trostvolle österliche Gewissheit:
„Wo wir auch stehn,
wohin wir auch gehn,
wo immer wir auch stranden,
Gott, du bist mit uns!“
 

Das brachten auch die beiden jugendlichen Sprecherinnen Michaela Weber und Bettina Haug zum Ausdruck, die zu Beginn die Frage stellten:

„Mensch, hast du denn keine Hoffnung mehr?“

und zuletzt Zeugnis ihrer österlichen Hoffnung gaben:

aus dem Tod: Leben.
aus der Resignation: Aufbruch
aus verkorksten Lebensgeschichten: Zukunft
in den Wunden: Heilung
aus dem Hass: Vergebung
in der Angst: Mut
im Leiden: eine Ahnung von Sinn
in der Trauer: eine Hoffnung
im Sterben: Neu geboren werden

Die österliche Botschaft „Jesus lebt“ gibt Hoffnung und Zuversicht, sie verwandelt das Klagen in Tanzen – was nicht zuletzt Magdalena Ledemann und Teresa Schäffler im getanzten Gebet zum Ausdruck brachten.

Nach dem gesungenen Hallelujajubel und einer erfüllten Stille dankten die Besucher mit stehenden Ovationen den Mitwirkenden, kleinen und großen jeden Alters.

Werner Schilling überbrachte in herzlichen Worten den Dank aller an Irmgard Schorer, die die Gesamtleitung innehatte und die den Dank zurückgab an alle, die ihre Talente und ihre Liebe eingesetzt haben, damit diese geistliche Stunde so wunderbar gelingen konnte, ja

„dass du gehn kannst, sehn kannst:
Jesus lebt! Halleluja!“

In der Osterzeit 2009 wird das Musical an verschiendenen Orten der Umgebung nochmal aufgeführt. Bis dahin wird seine Botschaft alle begleiten, die im Vordergrund oder eher im Hintergrund dabei waren.

Im Pfarrbüro kann man unter Tel. 08245/725 bestellen die CD (3.-), eine DVD (5.-) und ein Fotobuch (etwa 13.-).